Zukunft braucht Miteinander

Von den abgegebenen, gültigen Wählerstimmen über die Sitzverteilung zu den Mitgliedern des Gemeinder

Verfahren
Um die für die einzelnen Listen abgegebenen, gültigen Wählerstimmen in Gemeinderatssitze umzurechnen, gibt es mehrere Verfahren. D’Hondt und Hare/Niemeyer sind vielen (älteren) Wählerinnen und Wählern als Verfahren sicherlich vom Namen her bekannt. Leider weisen diese Verfahren methodische Nachteile auf (vgl. hierzu https://www.wahlrecht.de/verfahren/hare-niemeyer.html und die dort angegebene Literatur). Deshalb werden sie bei der Bundestagswahl und auch bei der Kommunalwahl in Bayern nicht mehr angewendet. Stattdessen kommt das Verfahren nach Sainte-Laguë/Schepers zum Einsatz (vgl. hierzu https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/s/sainte-lague-schepers.html).

 

Um die Sitzverteilung nach Sainte-Laguë/Schepers zu berechnen, gibt es mehrere Wege, die selbstverständlich alle zum gleichen Ergebnis führen. Weil nach der Auszählung der Gemeinderatswahl zunächst die Anzahl der Sitze für die einzelnen Listen im Vordergrund stehen dürfte, ist die iterative Vorgehensweise der einfachste und schnellste Weg. Diese Vorgehensweise wurde übrigens auch bei der Auszählung der letzten Bundes­tags­wahl angewendet.

Bei der iterativen Vorgehensweise benötigt man in der Regel 2 Schritte, um die exakte Sitzanzahl zu bestimmen. Meist erhält man aber bereits beim ersten Schritt eine sehr gute Annäherung, aus der sich das Endergebnis meist direkt ablesen lässt.

4.Iffeldorfer Gespräch zum Thema "Dorfentwicklung"

DORFENTWICKLUNG BRAUCHT MEHR MITEINANDER

Am 4.2.2020 folgten wieder erstaunlich viele Iffeldorfer*Innen der Einladung von Hans Lang, 2. BGM der Gemeinde Iffeldorf und Kandidat für das Amt des 1. BGM zum „Iffeldorfer Gespräch“. Zum Thema „Dorfentwicklung wurde schnell auch eine zentrale Feststellung „auf den Tisch“ gelegt:

Eine Bürgerversammlung im Jahr reicht nicht aus und lässt auch eine echte Beteiligung der Bürger kaum zu. Wir wollen bei der zukünftigen Gestaltung unseres Dorfes mitmachen, weil wir kein Bauträgerdorf sein wollen!“

Das passt sehr gut zu dem, was Hans Lang und sein Team unter Dorfentwicklung verstehen: „Eine frühzeitige, planvolle Reaktion auf zentrale Herausforderungen in den Bereichen Bauen & Wohnen, Mobilität & Verkehrs sowie Umwelt & Klima unter Einbeziehung aller Bürger“.

Im Rahmen dieses Dialogs müssen Antworten auf die Sorgen entwickelt werden, die Iffeldorfer*Innen wie folgt ausdrückten: „Ich arbeite im Sozialbereich, werde hier in Iffeldorf dringend gebraucht, aber eine Wohnung kann ich mir hier nicht leisten!“ – „Meine Kinder suchen ein Grundstück oder ein Haus, aber bei diesen Preisen haben sie als junge Familie keine Chance!“ – „Ich kann absehen, wann ich auf betreutes Wohnen angewiesen bin, aber in Iffeldorf tut sich einfach nichts!“

Keine attraktive Alternative zum eigenen Auto !

Am 21.01.2020 haben wir von einer Roche-Mitarbeiterin, die in Iffeldorf am alten Sägewerk wohnt, die neue „Ringlinie Sindelsdorf=> Habach=> Antdorf=> Iffeldorf=> Penzberg“ testen lassen. Für  viele Iffeldorfer*Innen, die bei Roche arbeiten, könnte gerade diese Ringlinie morgens ein idealer Zubringer zur Arbeit sein und abends einen schnellen Heimtransport bieten.

Fazit unserer Testerin: „Um von Iffeldorf nach Roche zu kommen, ist das eigentlich der ideale Bus.  Aber dass er so schwach besetzt ist, wundert mich bei den Preisen nicht! Für diesen km-Preis kann ich mir ja schon fast einen Sportwagen mieten!“

Dass der Busfahrer auf der Hinfahrt ihr gegenüber dann auch noch sein völliges Unverständnis zum Ausdruck brachte, warum die Linie so schlecht angenommen wird, hat sie dann aber doch ziemlich aus der Fassung gebracht. Ein Gefühl für Preis und Leistung scheint irgendwie nicht zu existieren!

Wahlverfahren und Briefwahl

Briefwahl bei der Kommunalwahl: Das müssen Sie beachten

Sie sind am 15. März verhindert und können nicht ins Wahllokal gehen? Dafür gibt es die Möglichkeit der Briefwahl. Was zu tun ist, erfahren Sie unter

https://www.br.de/nachrichten/bayern/briefwahl-bei-der-kommunalwahl-das-muessen-sie-beachten,RoTZ5YN

 

Kommunalwahl: Wählen ohne Verzetteln

Die Kommunalwahl ist die komplizierteste Wahl Bayerns - und zugleich die wählerfreundlichste. Ein Film des BR zeigt, wie Sie kumulieren und panaschieren, ohne sich zu verzetteln.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/kommunalwahl-waehlen-ohne-verzetteln,RoUD1kj

SPD-Iffeldorf fordert Fahrradtunnel an der Anschlussstelle Iffeldorf

Ergebnis der Verkehrszählung am 15.01.2020 an den Anschlussstellen Iffeldorf sowie Schäftlarn der BAB95

Dass die Situation an der Autobahnanschlussstelle gefährlich ist, wissen wir seit Langem und haben auch schon oft darauf hingewiesen. Wenn man sich aber nur die Zahlen dieser ersten Erhebung ansieht, lässt sich ein dringender Handlungsbedarf überhaupt nicht mehr bestreiten!,

fasst Hans Lang die Erkenntnisse dieser ersten, noch nicht optimalen Zählung zusammen.

In der Veranstaltung „neue Mobilität“ vom 07.01.2020 wurde Hans Lang, 2. BGM von Iffeldorf und Kandidat für das Amt des 1. Bürgermeisters, von Iffeldorfer Bürger*Innen gebeten, bei den zuständigen Behörden auf eine entscheidende Verbesserung der Situation für Radler und Fußgänger an der Autobahnanschlussstelle Penzberg/Iffeldorf hinzuwirken. Gefordert wurde ein Tunnel, wie es ihn z.B.  an der Anschlussstelle Schäftlarn seit vielen Jahren gibt.

Zusammen mit einem kleinen Team hat Hans Lang inzwischen ein Konzept für eine vergleichende Untersuchung entwickelt und als Test eine erste Zählung am 15.01.2020 in Iffeldorf selbst vorgenommen. Parallel dazu wurde auch an der Anschlussstelle Schäftlarn, wo es einen Fußgänger- und Radltunnel bereits gibt, gezählt. Auf diese Weise soll die Forderung nach einem Tunnel auch in Iffeldorf mit Zahlen unterfüttert werden.

 

Obgleich wegen des Staus an der Anschlussstelle Penzberg Iffeldorf teilweise keine Zählung mehr möglich war, ergaben sich überraschende Zahlen. Selbst Iffeldorfer*Innen, die meinten, die Situation genau zu kennen, waren ziemlich überrascht. Zwischen den Anschlussstellen Iffeldorf und Schäftlarn zeigt sich eine eklatante Diskrepanz. Für beide Zählstellen gilt gleichermaßen: Mitte Januar ist nicht die beste Zeit zum Radlfahren.

Gezählt wurden in Schäftlarn die Fahrzeuge, die an der Anschlussstelle von Schäftlarn oder Neufahrn kommend auf die B95 auffahren sowie Fahrzeuge, die B95 aus Richtung München kommend verlassen und in Richtung Schäftlarn oder Neufahrn abbiegen. Gezählt wurden auch die Radlfahrer, die die B95 an dieser Anschlussstelle durch den Tunnel queren.

In Iffeldorf wurde in gleicher Weise gezählt. Zusätzlich sollte die Anzahl der Querungen der Kochlerstrasse und die in den Nantesbucher Weg abbiegenden Radlfahrer ermittelt werden.

Während die Zählung in Schäftlarn wegen der überschaubaren Anzahl der Fahrzeuge ohne Probleme möglich war, traten in Iffeldorf ab kurz nach 7:00 Probleme auf. Zum einen machte der Stau, der sich gebildet hatte ab 7:25 eine Zählung unmöglich, zum anderen erwies sich die Verkehrssituation durch „Umkehrer“ bei der Einmündung des Nantesbucher Wegs als extrem unübersichtlich und gefährlich. Das ermittelte Zahlenwerk spricht allerdings trotz dieser Unzulänglichkeiten, die bei weiteren Zählterminen durch mehr Zähler*Innen eliminiert werden müssen, dennoch für sich:

863 Fahrzeuge fuhren im Zeitraum von 06:00 – 09:00 in Schäftlarn auf die Autobahn auf oder von der Autobahn ab. Dem standen 3 (drei !) Radlfahrer gegenüber, die die Anschlussstelle im Tunnel querten.

In Iffeldorf wurden bis zum Beginn des Staus um 7:25 insgesamt 1055 Fahrzeuge gezählt, die auf die Autobahn auf- oder von dieser abfuhren. Nach 7:25 war eine Zählung wegen des Staus nicht mehr möglich.

Diesen 1055 KFZ stehen 35 Radlfahrer gegenüber, die von 06:00 – 09:00 die Kochlerstrasse überquert haben. Von diesen fuhren insgesamt 13 über den Nantesbucher Weg weiter. Einer der Radler wäre fast Opfer eines „Umkehrers“ geworden.

In der Zeit von 07:25 – 08:10 wurden 54 Umkehrmanöver beobachtet, d.h. Fahrer, die von der Autobahn eigentlich nach links Richtung Penzberg abbiegen müssten, biegen – weil die rechte Spur der Abfahrt frei ist – zunächst nach rechts ab. Danach benutzen sie die Einmündung des Nantesbucher Wegs, um wieder nach links Richtung Penzberg zu kommen. Bis zu 3 dieser „Umkehrer“ standen gleichzeitig nebeneinander in der Einmündung des Nantesbucher Wegs und blockierten damit den Radlweg komplett. Bei einem dieser Umkehrmanöver hätte es dann fast einen Radlfahrer erwischt.

 

Berücksichtigt man bei diesem Vergleich zwischen Schäfftlarn (Tunnellösung) und Iffeldorf (2 ungesicherte Querungen und eine „Umkehrstelle“), dass die Zählung bei absolut „radlunfreundlicher“ Witterung erfolgte, dann wird deutlich, welch riesiger und dringender Handlungsbedarf in Iffeldorf besteht. Gleichzeitig wird aber am Beispiel Schäftlarn auch deutlich, dass eine sichere Querung möglich und machbar ist. Wenn man denn will!

Auswertung der Verkehrszählung in Bildern

(zum vergrößern auf die Bilder klicken)

Iffeldorfer*Innen fordern sichere Radlwege

Mehr als 35 Iffeldorfer*Innen waren am 07.1.2020 der Einladung gefolgt, um mit Hans Lang, 2. BGM von Iffeldorf und Kandidat für das Amt des 1. Bürgermeisters, neue Mobilitätskonzepte für Iffeldorf zu diskutieren. Die ungesicherten Radlstrecken waren dabei der rote Faden, der sich durch die gesamte Diskussion zog. Exakt diese Gefahrenstrecken werden auch im Radwegekonzept des Landkreises für Iffeldorf herausgestellt.

Ein Gefahrenschwerpunkt ist - neben der Hofmark - die Querung der Kochlerstrasse und an erster Stelle die gefährliche Querung der Autobahnanschlussstelle an der Staatsstraße nach Penzberg. Mit unzähligen Schildern und Fahrbahntrennern aus Plastik Tag für Tag eine große Herausforderung für viele Iffeldorfer Radler*Innen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule.
 

Lust auf „Neue Mobilität“?

zunehmend nachhaltiger Individualverkehr & intelligenter öffentlicher Personennahverkehr.

... oder weiter wie bisher?

Um diesen Zwiespalt zu erörtern trafen sich am 7. Januar 2020 auf Einladung der SPD Iffeldorf ca. 35 Iffeldorfer im Cafe Hofmark.

Gleich vorweg genommen - so kann es nicht weitergehen!